Kursprogramm / Postgraduierte Kurse

Kursprogramm

Osteopathie und ihre Bedeutung für die Gesichts- und Mundraumentwicklung und in der funktionellen Kieferorthopädie bei Kindern*

Philip Van Caille DO (CH): osteopathische Dozententätigkeiten seit 1990. Schwerpunkte: lebenskonforme Osteopathie und funktionelle Medizin, osteopathische funktionelle Kieferorthopädie bei Kindern und kraniomandibuläre Dysfunktionen.

Uta Noruschat DO (CH): Leitung einer Werkstatt für myofunktionelles und neuromotorisches Training bei Kindern.

Der Mund ist viel mehr als das Organ, mit dem Nahrung zerkleinert wird. Die Gesichts- und Mundraumentwicklung ist von Faktoren wie z.B. dynamischen Wachstumsprozessen, korrekter Zungenlage,
Nasenatmung, usw... abhängig. Wichtige Rollen bei der Entstehung und weiteren Entwicklung einer Dysgnathie spielen: genetische Disposition, orofaziale Dyskinesien, Dysfunktionen der Schädelbasis, psychovegetative Blockaden, posturologische Dekompensation, myofunktionelles orofaziales Ungleichgewicht. Hier gibt es für die Osteopathie ein wertvolles Arbeitsgebiet mit sehr guten Indikationen für die Behandlung.
Die Prognosen für Autonormalisierung der Dysfunktion wie z.B. einer Dysgnathie sind gut, wenn die Ursache gut behandelt wird und der Entwicklungsprozess der orofazialen Skelettstrukturen es noch zulässt. Was kann Osteopathie für die Behandlung von Okklusionsfehlern bei Kindern im Zahnwechsel bedeuten? Welche Rolle spielen z.B. Mundatmung und schluckmotorische Störungen in der Entwicklung einer Okklusionsabweichung oder rezidivierende entzündliche Prozesse im Nasenrachenraum (Hypertrophie adenoiden Vegetationen)?
Eine Malokklusion auf Basis einer orofaziale „Fehlentwicklung“ kann zu posturalen Fehlern in der Wirbelsäule führen, die u.a. strukturelle Änderungen der Wirbelsäule und Spannungskopfschmerzen
zur Folge haben können.
Osteopathie als „präorthodontische Therapie“: Was bedeutet das? Der Kurs ermöglicht es, die Okklusionsfehlerklassen zu diagnostizieren, die Ursachen einzuschätzen und eine Behandlungsstrategie
zu planen. Die Auslöser des kieferorthopädischen Problems zu korrigieren, ist eine Voraussetzung für die Erhaltung der orthodontischen Korrektur.
Kraniale Nerven, die hier von großer Bedeutung sein können, sind u.a. N.trigeminus, N.facialis, N.hypoglossus, N.oculomotorius und N.accesorius. Um die Neurodynamik zu normalisieren, wird das
Nervengewebe getestet und behandelt.
Die neuromotorische Stimulations- und Reorganisationstherapie regt die Entwicklung komplexer Bewegungsmuster an. Das Ziel ist es, verlorene, nicht angelegte oder ungeordnete Funktionen zu
aktivieren und zu ordnen. Dadurch können Dysbalancen und Dyskoordinationen im orofazialen Bereich wie Mundatmung, infantiles Schlucken und andere Dyskinesien spezifischer behandelt werden.

Wichtig:
• Ein Übungspaket und USB ist notwendig und obligat, das für die eigene
   Praxis verwendet und bei den Dozenten vor Ort erworben werden kann.
• Dieses enthält: Übungsmaterial und eine USB mit allen Übungen erstellt,
   die dann als Anleitung für die Patienten ausgedruckt werden kann.
• Das Übungspaket und die CD kosten 75,- Euro
• Nur Barzahlung möglich
 

Zugangsvoraussetzung: Osteopath/In
Datum: 25.10.-27.10.2018
Kurssprache: Deutsch
Ort: Osteopathie Schule Deutschland, Mexikoring 19, 22297 Hamburg
Kursgebühr: 490,- €
(Im Kurspreis enthalten: Evtl. Kursunterlagen der Dozenten, Kaffee, Wasser, Tee, Obst, Gemüse, Kekse, kleine Snacks)

 


Für alle postgraduierten Kurse gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen für Weiterbildungskurse (AGB).
Die Angabe bezüglich der Anzahl freier Plätze erfolgt ohne Gewähr.

* Die Verbände vergeben 10 Fortbildungspunkte pro vollem Kurstag für diesen Kurs.

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